Auf den Pastor kommt es an!?

Von: Evangelische Nachrichtenagentur idea

Pastoren haben’s nicht leicht: Sie sollen Alleskönner sein: feurige Prediger, Verwaltungsfachleute, Gemeindemanager, Religionslehrer, Kirchenrechtler und dazu natürlich noch gute Familienväter oder –mütter. Wer kann solchen Erwartungen gerecht werden? Und nichts ist einfacher, als die Arbeit eines Pastors zu kritisieren. Schließlich kann nicht jeder auf jedem Gebiet stark sein. 

Pastoren führen ein anstrengendes Leben:
Dienst an fast jedem Sonntag, Abendtermine in Gruppen und Gremien, fast ständige Erreichbarkeit im Gemeindehaus oder über das Mobiltelefon: Pastoren führen ein anstrengendes Leben. Gleichzeitig stehen sie mit ihren Familien unter ständiger Beobachtung. Wie können Gemeindemitglieder sie in ihrem Dienst ermutigen? Das US-Magazin Christianity Today hat seinen Lesern dazu Tipps gegeben. Die idea-Redaktion fand diese Idee so gut, dass sie sie auf die Situation im deutschsprachigen Europa übertrug. 

1. Beten Sie regelmäßig! 
Bitten Sie Gott, dass er ihrem Pastor Liebe, Glaube, Freude, Hoffnung, Frieden, Vollmacht, Weisheit und Mut zukommen lässt. Beten Sie für seine Reife und für Wachstum im Glauben. Das wird auch Ihre Einstellung dem Pastor gegenüber verändern. 

2. Dämpfen Sie Ihren Kritikgeist! 
Niemand möchte kritisiert werden. Lieber hören wir Worte der Ermutigung. Es ist einfach, selbst in einer guten Predigt Schwachstellen zu finden. Hören Sie Predigten so, dass Sie darin das Gute für Ihr Leben entdecken. Natürlich ist es inakzeptabel, wenn Pastoren Irrlehren verbreiten. Aber unsere Kritik zielt manchmal nur darauf, dass ein Pastor in der Predigt nicht das gesagt hat, was wir gerne gehört hätten.

3. Loben Sie schriftlich! 
Ein Kompliment, das man einem anderen Menschen sagt, ist schon viel wert. Aber ein schriftliches Lob kann immer wieder gelesen werden – noch nach Jahren! Wenn Sie im Dienst Ihres Pastors etwas entdecken, dass Ihnen gefallen hat, bringen Sie Ihre Wertschätzung in einer kleinen Grußkarte zum Ausdruck. 

4. Bringen Sie Ihre Gaben ein! 
Eine Gemeinde ist heute mehr denn je auf Ehrenamtliche angewiesen. Computerexperten könnten bei der Erneuerung der Gemeinde-EDV helfen, Handwerker bei kleinen Reparaturen im Gemeindehaus. Bieten Sie Ihren Dienst unaufdringlich an. 

5. Würgen Sie Tratsch ab! 
Wenn Sie einen negativen Kommentar über einen anderen Menschen (etwa den Pastor) hören, antworten sie mit einem positiven. Wenn falsche Informationen verbreitet werden, korrigieren Sie das. Und wenn nur getratscht wird, verlassen Sie die Runde. Die Bibel verurteilt Klatsch und Tratsch (Jakobus 1,26; Psalm 34,13). 

6. Werfen Sie Ihre Messlatte weg! 
Erwarten Sie vom neuen Pastor nicht, dass er die Dinge genauso macht wie der alte. Zwängen Sie ihn nicht unbarmherzig in ein Korsett von Leistungen. Fragen Sie vielmehr, wie Gott gerade diesen Menschen gebrauchen kann, um einen geistlich wirkungsvollen Dienst zu tun. Christliche Gemeinschaft bedeutet übrigens auch, dem Pastor in schlechten Zeiten zur Seite zu stehen – wenn er „schwach“ ist, wenn etwa sein Familienleben aus dem Ruder läuft, wenn er mit Erschöpfung oder sogar mit einer Glaubenskrise zu kämpfen hat. 

7. Reagieren Sie auf die Botschaft! 
Nichts ist für eine geistliche Führungsperson so begeisternd wie Menschen, die das Gehörte in die Tat umsetzen. Wo Sie in Predigt und Bibelstunden praktische Anregungen für Ihr Christsein erhalten – lassen Sie dem Gehörten Taten folgen. Und berichten Sie Ihrem Pastor, welche Erfahrungen Sie dabei gemacht haben.

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