Entscheidung – meine Stimme zählt

Bald ist Bundestagswahl. Ich darf wählen. Mitbestimmen. Ich habe eine Stimme. Ich soll mich entscheiden. Aber für wen? 
Mit den Entscheidungen ist das so eine Sache. Da legen wir uns fest auf eine Sache, an der wir in Zukunft von anderen Leuten gemessen werden. Das ist irgendwo unbequem. So passiert es, dass wir Entscheidungen aufschieben, in den Tag hinein leben und alles nehmen, wie es kommt. Es lebt sich ohne bewusste Entscheidung einfach leichter. Kann man ja noch später entscheiden, oder nicht? Leider verschätzen wir uns manchmal, was die Konsequenzen einer Entscheidung angeht. Dann treffen wir Entscheidungen und sind uns der Folgen nicht voll bewusst. Das kann wehtun. Angesichts möglicher Konsequenzen fällt uns die Entscheidung oft noch schwerer. Mir fällt das bei der Bundestagswahl auf. Ich weiß nicht, wen ich wählen soll, ich weiß nicht warum, ich weiß nicht einmal genau, was die Konsequenzen sind. Wer hat schon die exakten Parteiprogramme studiert? 
Viele drücken sich vor solchen komplexen Entscheidungen wie der Bundestagswahl. Ihnen wird nicht klar, dass sie damit andere über ihr Leben entscheiden lassen, denn Politik betrifft uns alle. Bei der Bundestagswahl wird das sehr deutlich. Indem ich nicht wählen gehe, wähle ich das, was die anderen wählen. Und das ist irgendwie leicht suboptimal. 

Stellt euch mal vor, eine zufällig dahergekommene Menschenmasse könnte darüber entscheiden, wie viel Gehalt wir bekommen. (Hoffen wir dann mal, dass da nicht zu viele Geizhälse dabei sind). Genauso läuft das mit der Schulpolitik oder anderen Sachen, über die sich viele Leute beschweren. Wer nicht wählt, sollte sich auch nicht beschweren, denn der hat sich ja entschlossen (gewählt), andere machen zu lassen. 

Bei der Bundestagswahl gibt es immerhin einen festen Termin, an dem wir uns entscheiden müssen, oder eben nicht. Bei vielen anderen Entscheidungen neigen wir ja dazu, sie möglichst lange vor uns her zu schieben – vielleicht klärt sich die Frage ja von selbst, oder jemand nimmt uns die Entscheidung ab. 

Gut, dass Jesus sich für mich entschieden hat, ohne Zögern und ohne Vorbehalte. Das hilft mir, mich für ihn und seinen Weg zu entscheiden. Und hoffentlich auch im Alltag mutig feste Entscheidungen zu treffen, in seinem Sinne und für seine Werte.

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