Was hilft, was heilt?

Ein Arzt beantwortet Fragen zur Alternativen Medizin

5. Aufl., Dillenburg, 2007: Christliche Verlagsgesellschaft

Wolfgang Vreemann ist ein Mann vom Fach, d.h. Mediziner.
Aber nicht nur seine medizinischen, sondern auch seine theologischen Aussagen sind hilfreich und differenziert.
Die westliche Medizin ist für ihn nicht das allein Wahre, genauso wenig, wie alles, was über diese hinausgeht gleich dämonischen Ursprungs ist.

Als Prüfkriterien, wann eine alternativmedizinische Methode als fragwürdig oder als okkult einzustufen ist, bietet er folgende Punkte:

  1. Ist die Methode mit den Aussagen der Bibel und mit dem Glauben an Jesus Christus vereinbar?
  2. Steht bei der Methode allein der Mensch im Mittelpunkt?
  3. Besteht bei dieser Methode das Wirkprinzip einer Projektion des gesamten Organismus auf ein kleines überschaubares Gebiet, ohne dass eine nachweisbare Verbindung vorhanden ist?
  4. Wird durch die Methode eine Harmonie von Körper und Geist des Menschen mit Natur, Kosmos oder Universum angestrebt?
  5. Wird die Wirkung einer Methode durch kosmische Energie, kosmische Kraft oder einen universellen Geist erklärt?
  6. Rechnet die Methode mit unerklärbaren Fernwirkungen oder übernatürlichen Kräften, die durch sie nutzbar gemacht werden sollen?
  7. Ist der Anwender der Methode oder der Heiler, von dem ich Hilfe erwarte, Esoteriker oder Okkultist?

Anhand dieses Katalogs bespricht er folgende Untersuchungs- und Heilmethoden:
Irisdiagnostik, Pendel, Wünschelrute, Elektro-Akupunktur (nach Voll), Bioresonanz-Therapie, Kinesiologie, Homöopathie, anthroposophische Medizin, Bachblüten-Therapie, Edelstein-Therapie, Geistheilung (u.a. Reiki), Ayurveda, Akupunktur, Fußreflexzonenmassage, Hypnose, autogenes Training, Yoga, andere Entspannungstechniken, Krebsdiagnose und Krebsbehandlung und dazu Pflanzenheilkunde, Ernährung und Diät, Bäderheilkunde, Wassertherapie nach Kneipp, Klimakuren, physikalische Therapie und Chirotherapie.

Jede der besprochenen Untersuchungs- und Heilmethoden werden unter folgenden Aspekten betrachtet:
a) Historische und weltanschauliche Hintergründe
b) Die Mittel und ihre heutige Anwendung
c) Wie wird die Wirkung erklärt?
d) Gibt es Gefahren?
e) Gibt es Alternativen?
f) Kommentar (= begründetes Urteil des Autors)

Nicht zuletzt nimmt er auch Stellung zum Krankengebet nach Jak. 5,13-16:
„Man mag über dieses besondere Krankengebet denken wie man will, die Bibel gibt uns auf jeden Fall diesen eindeutigen Hinweis. Wie wir ihn im praktischen Glaubensleben unserer Gemeinden umsetzen, ist einzig und allein unsere Sache.“ (S. 264)

Alles in allem ist das Buch eine hilfreiche Orientierung und eine wegweisende Handreichung.

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