Kindergottesdienst

ImageJeden Sonntag, spätestens beim Lied vor der Predigt, verlassen ca. 30 Kinder und Erwachsene fast fluchtartig den Gottesdienst. Das liegt nun gewiss nicht an den Predigten, sondern dass jetzt auch Zeit für den Kindergottesdienst ist. Kinder sind in unserer Gemeinde willkommene und ernstgenommene Persönlichkeiten. Deswegen gibt es jeden Sonntag ganz spezielle Angebote für sie.

Die Kinder, die noch nicht ihren dritten Geburtstag gefeiert haben, haben die Möglichkeit - meist mit einem Elternteil - zum Spielen in den Eltern-Kind-Raum zu gehen. Dieser liegt direkt neben dem Gottesdienstraum und die Erwachsenen haben die Möglichkeit, akustisch und durch große Sichtfenster weiter am Gottesdienst teilzunehmen.

Damit keiner zu kurz kommt, gibt es bei uns drei Gruppen:
Da sind zum einen die Kichererbsen, die Gruppe der dreijährigen bis einschließlich erstes Schuljahr. Die nächsten sind die Kinder vom 2. bis 4. Schuljahr, unsere Rasselbande. Und schließlich die Bibelentdecker – unsere Gruppe für Mädchen und Jungen in der Sekundarstufe I.

Wie läuft nun der Kindergottesdienst in den Gruppen ab?
Meist haben die Mitarbeiter vorher schon Stühle gestellt und gegebenenfalls Liederbücher verteilt, so dass direkt nach der Begrüßung das Liederwünschen und Singen beginnen kann. Speziell bei schwungvollen Bewegungsliedern kann man unten dann schon mal ein Wackeln der Decke und ein „leichtes Donnergrollen“ vernehmen!

Das Gebet ist uns allen wichtig. Wir wünschen uns, dass die Kinder erfahren, dass wir mit Jesus, unserem Herrn und mit unserem Vater im Himmel so reden können, als seien sie körperlich anwesend. Oft überlegen wir gemeinsam, wofür wir danken und bitten können und wir machen den Kindern immer wieder Mut, laut oder leise mitzubeten – was gerne wahrgenommen wird. Gerade in diesem Bereich lernen wir Mitarbeiter immer wieder, was kindliches Vertrauen bedeutet! Der nächste gewichtige Programmpunkt ist die Geschichte. Meist handelt es sich um biblische Geschichten, teilweise auch um Lebensbilder oder aktuelle Beispielgeschichten, anhand derer biblische Wahrheiten verdeutlicht werden können, die wir den Kindern altersgemäß vermitteln. Hier kommt es immer wieder zu interessanten Gesprächen, insbesondere wenn der Brückenschlag zum Alltag der Kinder gelingt und sie begreifen, was das Erzählte mit ihrem Leben zu tun hat.

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Image Als Abschluss stehen dann zur Geschichte passende Basteleien oder Spiele auf dem Programm – und wenn dann der Gottesdienst „unten“ fertig ist und uns „oben“ jemand Bescheid sagt, kommt von den Kindern öfter der Kommentar: „Wir sind noch nicht fertig – können wir noch weitermachen?“