Finanzierung der Gemeindearbeit

Über Geld spricht man nicht. Das ist die gängige Regel in Deutschland, zumindest wenn es um Löhne und Gehälter, Ausgaben oder Lottogewinne geht. Aber wenn es um die Gemeinde geht, wollen wir eine Ausnahme machen. Zum einen, um transparent zu machen, dass es ohne Geld nicht geht und wofür das Geld verwendet wird. Zum anderen, weil die Finanzierung der Gemeinde ja nicht vom Himmel fällt. Irgendwie schon, weil wir von Gott erbitten, dass er genug gibt, um das zu tun, was er möchte. Aber ganz praktisch engagieren sich Menschen, denen die Gemeinde und die Aufgaben in Gottes Reich wichtig sind, indem sie regelmäßig dafür spenden. 
In unserem Selbstverständnis heißt es unter anderem: „Wir sind freie Gemeinde insofern, als jeder durch freie Entscheidung zur Gemeinde gehört. Frei sind wir auch in der Finanzierung: Die Gemeinde bekommt keine Anteile der Kirchensteuer, sondern wird vollständig durch Mitgliederbeiträge und Spenden finanziert.“ 
Alles, was in der Gemeindearbeit ausgegeben wird, wird auch von den Menschen vor Ort gegeben, da gibt es keine weiteren Quellen. Es liegt also in unserer Verantwortung und Bereitschaft.

Und wo landet das Geld?

Der größte Teil, über 60%, ist für unsere Hauptamtlichen, unseren Pastor Marco Maier mit ganzer Stelle und unseren Jugendpastor mit halber Stelle. Das ist unsere Entscheidung, dass wir es gut und wichtig finden, wenn sie sich mit ganzer Kraft und Zeit für die Gemeinde engagieren können. Und es bestätigt sich immer wieder, dass es gut ist, wenn unsere Hauptamtlichen Kontinuität, Überblick und vollen Einsatz bringen können, wo wir Ehrenamtlichen oft eingeschränkt sind.

Ein Teil, ca. 8%, landet bei unseren Missionaren, Familie Jerosch in Peru und Familie Joswig in Äthiopien. Wir wollen als Gemeinde auch selbst einen Teil weitergeben, um Gottes weltweite Mission zu unterstützen.

Wir unterstützen unseren Dachverband, die Evangelische Gesellschaft für Deutschland. Zum einen übernimmt sie viele rechtliche und organisatorische Aufgaben für uns, z.B. die ganzen Personalangelegenheiten. Zum anderen bietet sie gute Unterstützung für die Gemeinden, z.B. durch Schulungen im EG-Kolleg oder Freizeiten. Das sind ca. 10%.

Unser Gemeindehaus verursacht auch Kosten durch Heizung und Strom, Putzdienste und Reparaturen. Das ist nur ein erstaunlich kleiner Teil, nur 10%, weil das Haus schuldenfrei ist. Dafür sind wir sehr dankbar!

Und nicht zuletzt wird ein Teil für die Gemeindearbeit ausgegeben: Kaffee und Getränke, Einladungen drucken, Referenten einladen, GEMA-Gebühren, Blumen, Verteilmaterial usw., dazu noch Versicherungen, Kilometergeld, Telefon, u.v.a.m.. Also jede Menge „Kleinkram“, der aber auch wichtig ist und bezahlt werden muss.

In der Summe sind das über 100.000 Euro im Jahr! Vielen Dank an alle, die sich regelmäßig oder unregelmäßig daran beteiligen. Aber im Augenblick sind wir knapp dran, deshalb auch danke, wenn ihr neu mit einsteigt, etwas drauflegt oder umschichtet. Unsere Gemeinde ist ja nicht nur irgendein guter Zweck, sondern ein Stück Heimat, Mittelpunkt, ein Ort für unsere Kinder, gelebte Gemeinschaft, auch im Geben und Nehmen.

Bei Fragen wendet euch gerne an Thomas Hettinger, unseren Kassierer, oder  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .